NUM Studiennetzwerk
Das NUM verfolgt das Ziel, Deutschland zu einem führenden und effizienteren Standort für die klinische Forschung zu machen. Durch die Vernetzung bestehender Strukturen und Infrastrukturen soll ein leistungsfähiges Netzwerk entstehen, das die Durchführung medizinischer Studien beschleunigt und bürokratische Hürden abbaut. Dieses Vorhaben ruht auf drei Säulen: Zum einen soll das Netzwerk die Interessen der klinischen Forschung gegenüber der Politik und der internationalen Gemeinschaft stärken und die Sichtbarkeit des Standortes Deutschland erhöhen. Zum anderen sollen technische und organisatorische Prozesse standardisiert werden, um den Verwaltungsaufwand für Forschende zu minimieren und Arbeitsabläufe verlässlicher zu machen. Die dritte Säule umfasst die gezielte Förderung der Infrastruktur an den Universitätsstandorten, um beispielsweise das Auffinden geeigneter Patientengruppen für Studien zu erleichtern.
Langfristig soll dies dazu führen, dass deutsche Forschungsgruppen vermehrt internationale Großstudien leiten und selbst neue, bedeutende Studien initiieren können. Davon profitieren nicht nur die Wissenschaft und die Wirtschaft durch höhere Investitionen, sondern vor allem die Patienten: Durch schnellere Forschungsergebnisse können moderne Therapien zeitnaher und effektiver in die medizinische Praxis überführt werden. Der Aufbau dieses Netzwerks erfolgt schrittweise und agil, wobei man derzeit in einer Pilotphase die Organisation an konkreten Beispielen testet, bevor das Modell auf weitere medizinische Fachbereiche ausgeweitet wird.
Ein zentraler technischer Motor für diesen Fortschritt ist das Arbeitspaket 4, welches die Weiterentwicklung einer digitalen Rekrutierungsplattform zum Fokus hat. Diese ermöglicht es, klinische Datenbestände automatisiert und kontinuierlich nach geeigneten Patientengruppen zu durchsuchen. Durch die Digitalisierung der Einschluss- und Ausschlusskriterien können potenzielle Teilnehmer:innen fast von selbst identifiziert werden, worüber die Forschenden dann sofort informiert werden. Damit wird das Screening von Patienten massiv vereinfacht, die Machbarkeit von Studien schneller geprüft und die Rekrutierung insgesamt effizienter und sicherer gestaltet.
Projekt-Details
| Förderträger | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) |
| Projektverantwortlich | Prof. Dr. med. Susanne Herold, PhD |
| Laufzeit |
1. Oktober 2025 -
31. Oktober 2025
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Kontakt im DIZ
| Romina Blasini, M.Sc. |
| romina.blasini@med.informatik.uni-giessen.de |
| 📞 +49 641 99 41386 |